G R O U N D F E V E R
  Sarajevo
 

01.-03.11.2014 --- Sarajevo

Ursprünglich hatte ich andere Pläne für die erste November-Hälfte, doch nachdem sich Mitte Oktober diese aus mehreren Gründen in Luft aufgelöst hatten, war plötzlich der Weg frei, für den schon vor Wochen kurz ins Auge gefassten Trip in die bosnische Hauptstadt, um das letzte noch fehlende Land im südlichen Teil des von uns bewohnten Kontinents zu besuchen und damit das nachzuholen, worauf ich während der Oster-Tour aus logistischen Gründen kurzfristig verzichtet hatte. Will man dieses in Verbindung mit einem ansprechenden Stadion-Erlebnis gestalten, kann die Lösung nur bedeuten, dass Derby zwischen den großen Clubs, dem FK Sarajevo und dem Eisenbahner-Club Zeljeznicar anzustreben. Dieses war für das erste November-Wochenende angesetzt. Also wurden hektisch die nötigen Verbindungen zusammen gezimmert. Grundsätzlich ist Bosnien kein Ziel, dass man von West-Deutschland durch die Luft auf günstigem und selten auch auf direktem Wege erreichen kann. Wizzair stellt hier die Ausnahme und bietet seit einigen Monaten die Strecke zwischen Dortmund und dem nordbosnischen Tuzla an. Der Flug-Termin am Samstag-Morgen ist natürlich die perfekte Verbindung und war auch noch für annehmbare 50 Euro zu haben. Der nächste passende Return wäre am Dienstag gewesen. Der Preis kratzte da aber schon am dreistelligen Bereich. Um einen Tag Urlaub einzusparen, wählte ich daher den Flug von Tuzla nach Basel für die identische Rate und sicherte mir ein 'Europa-Spezial' der Bahn für die zweite Teilstrecke von Basel nach Essen. Die Verbindung hing zwar am seidenen Faden, da drei Umstiege a fünf bzw zehn Minuten notwendig waren, aber das sollte ja im Zweifelsfalle nicht mein Problem, sondern das des Anbieters sein. Thomas aus Kassel und Marcel aus Solingen hatten sich schon lange vor mir für dieselbe Geschichte entschieden. Jedoch inklusive des Return nach Dortmund und sie hatten für den Round-Trip nur die Hälfte dessen berappen müssen, was mich allein der Hinflug kostete. Aber so ist es halt, das Schicksal des Spätbuchers.

Sa. 01.11. 13:30 Uhr - FK Sloboda Tuzla vs FK Velez Mostar 1:1 (Premijer Liga), 1.200 Zuschauer (50 Gäste)

Um 6:00 Uhr erinnerte mich der Wecker brutal an mein Vorhaben. Die geschundene Gestalt aus dem Bett zu wuchten, war nach dem Kegel-Abend des Vortages nicht die einfachste Aufgabe, gelang aber dann doch. Ich hatte die Abfahrt auf 6:30 Uhr taxiert. Also schmiss ich die Herzdame, die sich freundlicherweise widerwillig zum Transferdienst bereit erklärt hatte, da ich sonst schon um 5:00 Uhr das Haus hätte verlassen müssen, um kurz vor halb sieben aus dem Bett und kam dann beim zweiten Blick in den Spiegel noch auf die glorreiche Idee, mich zu rasieren. Dauert ja nur ein paar Minuten. Aber dann fällt einem ja noch dieses und das ein und plötzlich war es schon viertel vor sieben. Bei einer Abflugzeit um 8:10 Uhr und wurde es also langsam sportlich. Zum Glück gibt es auf der A40 ja keine Geschwindigkeits- begrenzung  so dass ich aufgrund des zu dieser frühen Uhrzeit dünnen Verkehrs statt der üblichen fünfzig nur fünfunddreißig Minuten bis Dortmund-Holzwickede benötigte. Dort angekommen erwartete mich das übliche Chaos am Security-Check. Die Flughafen-Verwaltung sollte sich mal überlegen, die Abflüge am Morgen zu entzerren. Kann echt nicht sein, dass man eine Dreiviertelstunde warten muss, bis man die Kontrolle letztlich passiert hat, obwohl alle Lines offen sind. Für solche Spielereien hatte ich aber eh keine Zeit. Also ab nach vorne, die Abtrennung aus- und hinter mir wieder eingehängt und schon war ich von Position viertausendfünfhundertzweiundachtzig auf vierundreißig vorgerückt. Sehr angenehm, dass auch niemand in Erwägung zog, mich dafür blöde von der Seite anzusaugen. Um zwanzig vor acht, genau in dem Moment, als das Boarding begann, war ich am Gate. Nicht zu sehen, waren die beiden Tour-Gefährten. Dabei dachte ich, ich wäre schon äußerst knapp dran gewesen. Knapper dran war aber Thomas, der erst aus dem Terminal kam, als ich zusammen mit den letzten Passagieren die Gangway erklomm. Noch knapper dran war aber Marcel, der nämlich gar nicht erschien. Mir war ja bekannt, dass er gern mal verschläft und auch den einen oder anderen Flug deshalb schon verpasst hat. Live davon überzeugen konnte ich mich bisher aber nicht. Ich fühle mich geehrt, dass es nun endlich der Fall war.

Bild Unspektakuläre einhundertundzehn Minuten später setzten wir auf der Landebahn des 'Tuzla Medunarodni Aerodrom' auf. Wie erwartet, steht dort ein zwergenhaftes Gammel-Terminal. Von den Flughäfen, die ich bisher genutzt habe, befinden sich wohl nur Beziers und Mardin in dieser Kategorie. Stellte sich nun die Frage des Transfer nach Tuzla, denn das Flughäfchen liegt etwa fünfzehn Kilometer von der Stadt entfernt. Da wir über einheimische Währung noch nicht verfügten und im Airport sinnigerweise weder Geldautomat noch Wechselstube vorzufinden sind - warum sollte man ankommenden Ausländern auch die Möglichkeit bieten, sich mit der nationalen Kohle zu versorgen? - blieben nur zwei Chancen. Entweder auf ein Taxi zurückgreifen, dem Fahrer vermitteln, dass man in harten Euro bezahlen möchte und sich dann nach allen Regeln der Kunst bescheißen lassen, oder die 'Teamchef-Masche'. Bild Wir entschieden uns für letzteres. Also mal einige Minuten auf die passenden Opfer gewartet. Als sich wenige Meter von uns entfernt drei männliche Personen anschickten, sich in ein Auto zu setzen, sprach ich diese einfach mal an, ob ihr Ziel Tuzla sei und sie uns in diesem Falle vielleicht mitnehmen könnten. Nach kurzer Verwunderung war dieses dann kein Problem, so dass wir kostenneutral zur 'Tuzla Autobuska Stanica' gebracht wurden. Hvala! Nachdem wir uns mit der 'Konvertiblen Mark' versorgt hatten, ergatterten wir Tickets für den 16:45-Bus nach Sarajevo. Die 'Konvertibilna Marka' ist seit 1998 die bosnische Währung. Nach dem Ende des Krieges in Bosnien hatten die drei ethnisch abgegrenzten Regionen des Landes alle ihre eigene Währung. Bild Als übergeordnete inoffizielle Währung war aber die D-Mark weit verbreitet, so dass diese als Vorbild für die gemeinsame Währung genutzt wurde. Bild Der Kurs ist dementsprechend auch fest an die Deutsche Mark und mit Einführung des Euro an diesen gekoppelt. Als nächstes machten wir uns auf die Suche nach ner ordentlichen Portion Fleisch und einem alkohol- wie hopfenhaltigem Erfrischungsgetränk. Wir fanden aber nur das Erstgenannte. Die Restaurant- und Kneipen-Struktur in Tuzla ist überschaubar und daher noch stark ausbaufähig. Da wir das pünktliche Erscheinen beim Kick des Tages nicht gefährden wollten, wurde also der Bier-Konsum auf später verschoben. Was wir von Tuzla sahen, war nicht sehr einladend aus. Gesichtslose Plattenbauten und graue Verwaltungsgebäude. Tuzla hat aber eine kleine, hübsche Altstadt. Diese anzuschauen passte aber leider nicht in unseren Zeitplan.

Bild Eine gute Viertelstunde vor dem Anstoß waren wir dann am zentrumsnahen 'Stadion Tusanj'. Dessen Aussehen ist fern von jeder Norm. Zu früheren Zeiten gab es hier nur eine ungedeckte Sitztribüne auf der östlichen Geraden, die auch heute noch genutzt wird und vor sich hin gammelt, und rundherum überwiegend ebenerdige Stehränge. Vor fünf Jahren bekam das Stadion hinter dem nördlichen Tor eine überdachte Kurve mit Sitzplätzen spendiert. Bild Bild Außerdem wurde auf der noch freien Geraden eine provisorische kleine Stahlrohr-Sitztribüne errichtet. Diese wurde vor kurzer Zeit entfernt und das Gelände eingeebnet und von Vegetation befreit. Offenbar plant man hier die Errichtung einer neuen Geraden. Es bestehen nämlich Pläne, das Stadion rundherum zu einem modernen Mehrzweck-Stadion zu erneuern. Hinter dem südlichen Tor befinden sich momentan noch die Sozialräume. De facto verfügt das Stadion also momentan nur über die alte Tribüne und die neue Kurve. Momentan bietet die Bude 8.500 Zuschauern Platz. Bild In der neuen Kurve haben die heimischen Supporter ihren Bereich. Es versammelte sich eine etwa 150 bis 200 Mann starke Support-Gruppe, die teilweise akustisch ganz gut in Aktion trat. Aus Mostar waren circa 50 Personen angereist, die aber kaum in Erscheinung traten. Wir nahmen auf der Geraden Platz und hatten über die freie Fläche gegenüber einen herrlichen Panorama-Blick auf dahinter befindlichen Plattenbauten. Bild Das Gekicke war nicht gerade von Spannung geprägt und ziemlich lange sah das ganze nach einer Null-Nummer aus. Zwanzig Minuten vor dem Ende schien auch dem Referee langweilig zu werden, so dass er einen zweifelhaften Hand-Elfer für die Gäste gab. Diese ließen sich die überraschende Chance nicht entgehen. Sloboda, ältester Verein Bosniens, hatte eigentlich bis dato mehr vom bescheidenen Spiel und braucht dringend Zählbares um sich von den Abstiegsrängen Aus dem Gewühl heraus konnte zehn Minuten vor Ende der Ausgleich erzielt werden, der auch nach voller Spielzeit bestand hatte und damit war Länderpunkt Numero 60 im Sack. Hm, war er es wirklich? Bild Denn ich zähle ja meine Spielbesuche im Kosovo als Länderpunkt mit, da ich die Meinung vertrete, dass auch nationale Ligaverbände, der nicht von den der FIFA oder den kontinentalen Verbänden anerkannt werden, als Länderpunkt in der Statistik proklamiert werden dürfen. Den Leuten, die diese Meinung teilen, stehen aber mindestens ebenso viele gegenüber, die eine gegensätzliche Meinung vertreten. Bild Hopping-politisch korrekt wäre wohl auf die von vielen Leuten gerne gestellte Poser-Frage "Und... wie viele Länderpunkte hast Du so?" die definierte Antwort "Ich habe vierhundertsiebenundsechzig Länderpunkte und war außerdem im Kosovo". Eigentlich ist mir aber auch völlig egal wie die 'Szene' darüber denkt, da mir Statistik nicht viel gibt. Nicht falsch verstehen - ich freue mich über jedes neue Land und jeden neuen Ground, den ich in meiner persönlichen Liste aufnehmen kann. Aber ein Wettbewerbsgedanke geht mir dabei völlig ab und es liegt mir fern mich mit oder an irgendjemandem messen zu wollen. Und der nächste Länderpunkt kommt bestimmt. Wenn Bosnien nicht der sechzigste ist, dann wird es eben jener sein.

Wir latschten in Ruhe zum Busbahnhof zurück, nahmen in einer Bar noch ein Bierchen zu uns und setzten uns dann mit ein paar weiteren entspannenden Getränken in den Bus nach Sarajevo. Pünktlich ging es los und ebenso pünktlich kamen wir um kurz vor acht in Sarajevo an, wo ich mir direkt ein Ticket für den 17 Uhr-Bus nach Tuzla für den nächsten Tag kaufte. Mit der Straßenbahn Nummer eins ging es für den Fahrpreis von umgerechnet achtzig Cent Richtung Altstadt, in deren unmittelbarer Nähe das 'Residence Hostel' liegt. Dieses war schnell gefunden und die Inhaberin sprach fließend Deutsch, was alles etwas vereinfachte. Überhaupt ist wohl annähernd jeder dritte Bosnier zumindest ein wenig des Deutschen mächtig. Während man auf die Standard-Frage "Do you speak English" meistens ein Kopfschütteln erntet, erhält man auf die Frage "Sprechen Sie Deutsch" oft ein positives Bekenntnis. Das von Thomas vorab gebuchte Dreibett-Zimmer belegten wir nun halt nur zu zweit. Den restliche Abend verbrachten wir nach erneuter Nahrungsaufnahme mit ein paar Bier im 'City Pub'.

So. 02.11. 13:30 Uhr - Zeljeznicar Sarajevo vs FK Sarajevo 1:2 (Premijer Liga), 10.000 Zuschauer (2.500 Gäste)

Um acht Uhr wollten wir aufstehen, wurden aber etwas früher wach, was auch nicht weiter schlimm war. Nach der Morgen-Hygiene und dem Frühstück gingen wir ein wenig auf Entdeckungstour. Sarajevo hat heute knapp 300tsd Einwohner und erlangte in seiner Geschichte drei Mal Berühmtheit über die Grenzen Bosnien-Herzegowinas oder des ehemaligen Jugoslawien hinaus. Das erste Mal im Juni 1914, als der österreichische Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand einem Attentat zum Opfer fiel. Indirekt war dieses der Auslöser für den Ersten Weltkrieg. Österreich gab dem benachbarten Serbien eine Mitschuld am Attentat. Man unterstellte den Serben, am Anschluss Bosnien-Herzegowinas, das damals von Österreich-Ungarn annektiert war, interessiert zu sein und vom Attentat gewusst und dieses gebilligt zu haben, da es die Stabilität in Bosnien-Herzegowina beeinträchtigen würde. Österreich suchte in der Folge Rückendeckung bei Deutschland, die es auch erhielt. Famose Leistung von Kaiser Wilhelm II., der den Verbündeten den sogenannten 'Blankoscheck' ausstellte und damit die volle Unterstützung für den Kriegsfall zusicherte. Auch Italien stellte sich auf die Seite Österreichs, da es diesem und Deutschland durch den 'Dreibund' verpflichtet war. Russland wiederum sah sich den Serben als Schutzmacht verpflichtet und machte mobil. Da Russland mit England und Frankreich ebenfalls ein Bündnis, die 'Triple Entente', vereinbart hatte, stellten sich die letzeren beiden Nationen auf die Seite Russland und Serbiens. Die Folge dieser Spannungen waren diverse Kriegserklärungen untereinander, mit denen der Erste Weltkrieg seinen Beginn nahm. Alles sehr kompliziert und das war schon nur die vereinfachte Darstellung. Das zweite Mal, dass Sarajevo über seine Grenzen bekannt wurde, war deutlich erfreulicher. Im Februar 1984 fanden hier die Olympischen Winterspiele statt, die ersten in einem sozialistisch ausgerichteten Staat. Auf den heute in einem verminten Sperrgebiet am Berg 'Igman' verrottenden Skisprungschanzen konnte ein gewisser Jens Weißflog seine erste olympische Gold-Medaille erringen. Der dritte überregionale und sicherlich traurigste Eintrag in Sarajevos Geschichtsbüchern ist auf der Zeitschiene betrachtet noch gar nicht so lange her. Nach Slowenien, Kroatien und Mazedonien hatte sich Bosnien-Herzegowina im März 1992 als vierte Republik vom Mutterstaat Jugoslawien unabhängig erklärt. Wie in den anderen genannten Republiken auch, stellte sich der serbische Bevölkerungsteil gegen die Abspaltung. Im Falle Bosniens griffen die Serben aber außerdem zu den Waffen, was die jugoslawische Regierung in Belgrad nicht verhinderte sondern sogar unterstützte, indem den Serben militärische Ausrüstung zur Verfügung gestellt wurde. So begann im April 1992 der 'Bosnien-Krieg', in dem die Bosnier den Wunsch nach einem eigenen Staat verteidigten und die Serben den Bund mit Jugoslawien erhalten wollten. Bild Als dritte Partei mischte Kroatien mit, dass seine Interessen im Westen des Landes wahren wollte. Sarajevo wurde während des Kriegs zur belagerten Stadt. Von April 1992 bis Februar 1996 war die Stadt 1.425 Tage von den bosnischen Serben eingekesselt und ein normales Leben nicht möglich. Auf vielen Dächern positionierten sich Scharfschützen und eröffneten das Feuer auf unschuldige passierende Zivilisten. Jeder Gang vor die Tür bedeutete Lebensgefahr. Im Volksmund bekam die 'Ulica Zmaja od Bosne', die Hauptverbindungsstraße zwischen den östlichen und westlichen Teilen der Stadt, einen neuen Namen: 'Snajperska aleja', die 'Scharfschützen-Allee'. Etwa 10tsd Einwohner der Stadt fanden in der Zeit der Belagerung den gewaltsamen Tod. Erst mit Beginn des massiven Einschreitens der NATO konnte in der zweiten Jahreshälfte 1995 der serbische Belagerungsring aufgelöst und bis Anfang 1996 wieder Stabilität hergestellt werden. Vom Krieg ist heute kaum noch was zu sehen. Auffallend sind allerdings die vielen noch sichtbaren Einschusslöcher an den Fassaden einfacher Wohnblocks, bei denen man es offenbar für unnötig halt diese mal neu zu verputzen.

Bild Bild Bild Der erste Anlaufpunkt war die nur zweihundert Meter von unser Unterkunft entfernte 'Latinska cuprija', die 'Lateinerbrücke' aus dem 16.Jahrhundert. Der heutige Brückenbau stammt allerdings aus den letzten Jahren des 18.Jahrhundert. Ursprünglich über fünf Bögen verfügend, gibt es heute nur noch deren vier. Der fünfte Bogen fiel der Regulierung der unter der Brücke hindurchfließenden 'Miljacka' und der Verbreiterung der auf der nördlichen Seite befindlichen Straße zum Opfer. Allerdings war auch nicht wirklich die verhältnismäßig kleine Brücke unser Hauptaugenmerk, sondern die ein historischer Punkt gegenüber des nördlichen Brückenendes. Von diesem Standort schoss Gavrilo Princip auf Franz Ferdinand und verletzte diesen tödlich. An dieser Stelle befindet sich eine Gedenktafel zum Geschehen. Bild Bild Wenige hundert Meter gen Osten befindet sich die Nationalbibliothek des Landes, ein prunkvolles 120 Jahre altes Gebäude im maurischen Stil, das bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg das Rathaus Sarajevos war. Während des Bosnien-Krieges wurde das Gebäude schwer beschädigt und wertvolle historische Bücher und Dokumente verbrannten. Von der Bibliothek sind es nur wenige Schritte bis in die Altstadt mit dem zentralen 'Bascarsija'-Platz, dem alten Basar. Die Altstadt ist nicht sehr weitläufig aber mit ihren flachen orientalisch anmutenden Bauten und den Kirchen und Moscheen absolut sehenswert. Man hat aber natürlich nach relativ kurzer Zeit alles gesehen. Kurzer Zwischenstopp im Hostel und gegen 11:30 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Stadion. Bild Eigentlich hatten wir vor ein Stück durch das sich westlich an die Altstadt anschließende Zentrum zu laufen und dann in die Tram einzusteigen, entschieden aber schon nach kurzer Zeit, den ganzen Weg zu Fuß zu bewältigen und am Fluss entlang zu spazieren. Als wir an den Fluss kamen, drangen auf einmal einschlägige Gesänge an unsere fußballgeschädigten Ohren. Nur zweihundert Meter weiter sammelte sich die 'Horde Zla' (übersetzt in etwa: 'Horde des Bösen') des FK Sarajevo für den Marsch zum Stadion und genau in diesem Moment setzte sich der ganze Pulk singend und bengalo-schwingend in Bewegung. Bild Schöner Zufall - kam uns gerade recht. Da sich der Mob auf der einen Seite der 'Miljacka' und wir auf der anderen befanden, konnten wir das Schauspiel also mit ausreichendem Sicherheitsabstand verfolgen. Ich denke zwar nicht, dass man an der nächsten Laterne Opfer der Lynch-Justiz geworden wäre, wenn wir uns näher ran getraut hätten, aber die Jungs direkt aus fünf Metern bei ihrem Gebaren anzuglotzen, ist wohl doch eher unangebracht. Zumal sich durchaus einige üble Gestalten darunter befanden. Gegen halb eins kamen wir am 'Stadion Grbavica' an, wo wir den Sarajevo-Mob und ein paar Häuser aufgrund von Polizei-Absperrungen umrunden mussten. Eigentlich wollten wir auf eine der beiden Geraden, um einen optimalen Blick auf beide Gruppen zu haben. Bild Aber die kleine Haupttribüne meldete bereits 'sold out' und die Gegengerade wird gar nicht mehr genutzt Bild oder war zumindest für den heutigen Showdown gesperrt. Der Ground ist ein ziemlich unorthodoxes Teil. Die Südkurve ist ein recht großes, in zwei Ränge geteiltes, unüberdachtes Halbrund. Hier haben die 'Manijaci' des FK Zeljeznicar ihre Heimat. Die Kurve geht in die besagte halb so hohe Gegengerade über. Hier steht auch das Wahrzeichen des Eisenbahner-Clubs, eine alte Dampf-Lokomotive. Auf der anderen Geraden befindet sich eine niedrige, zum Teil überdachte Sitztribüne, die paradoxerweise den Part der Haupttribüne übernimmt. Und die nördliche Hintertertribüne ist der jüngste Teil des Grounds. Eine im Verhältnis zum restlichen Bauwerk recht große überdachte Sitztribüne, die direkt an den Spielfeldrand gebaut wurde und sich noch bis in die Ecken zieht. 'Jung' bedeutet in diesem Zusammenhang Baujahr 1986. Geplant war, das ganze Rund nach und nach in diesem Stil umzubauen aber im Laufe der Zeit wurde dieses Vorhaben auf Eis gelegt.

Bild Bild Wir entschieden uns zwangsläufig für Tickets für die neuere Hintertor-Tribüne zum Preis von zehn Mark. Dort befinden sich im Eck zur Haupttribüne die gemäßigteren Heim-Fans und diese Position bot uns auch einen vernünftigen Blick auf beide Gruppen. Zeljeznicar ist nach Sloboda Tuzla der zweitälteste Verein des Landes. 1921 wurde der Club von Bahnarbeitern gegründet und errang einmal die jugoslawische Meisterschaft. Größter Erfolg war wohl das Erreichen des UEFA-Cup-Halbfinales 1985 in dem man hauchdünn das Finale verpasste. Mit sechs Titeln ist Zeljo der Rekord-Meister der noch jungen bosnischen Nation. Der FK Sarajevo ist trotz weniger Meister-Titel (je zwei jugoslawische und zwei bosnische Meisterschaften) international wohl der bekanntere der beiden großen Vereine der Stadt, da man auf europäischer Ebene öfter vertreten war. Ich hatte meine Erwartungen an die Partie deutlich nach unten geschraubt. Es ist immer besser nichts zu erwarten und dann positiv überrascht zu werden als umgekehrt. Etwa 2.500 Sarajevo-Anhänger hatten sich um die 'Horde Zla' im Gäste-Eck versammelt. Als die Teams einliefen, schmiss die Zeljo-Kurve gut und gern dreißig bis vierzig Böller. Ich bin absoluter Pyro-Befürworter, auch wenn mir die Gefahren von Bengalfackeln und anderem chemischem Teufelszeug durchaus bewusst sind, aber der Sinn von Böllerwürfen im Fußballstadion wird sich mir nie erschließen. Das macht nur Krach, bietet keinerlei optische Wirkung und ist einfach nur gefährlich. Das erfuhr dann auch der Gäste-Keeper am eigenen Leibe, denn direkt hinter diesem landete für ihn nicht ersichtlich so ein fieses Teil und ging hoch. Bild Bild Der Schnapper fiel um wie vom Blitz getroffen und wir ahnten schon Schlimmes, denn beinahe überall in der Fußballwelt wäre ein derartiger Vorfall mit der Absage des Spiels belohnt worden. Hier aber ließ sich der Mann kurz behandeln, schüttelte sich einmal und dann wurde angestoßen. Nach wenigen Spielminuten hatte dann der Gästeblock seinen ersten großen Auftritt. Zunächst wurde eine Zettel-Choreo angezettelt, die auch auf jedem Zettel eine identische Botschaft mitteilte, die aber so klein aufgedruckt war, dass ich sie nicht entziffern konnte. Aus dieser Choreo wurden dann verschiedenfarbige Rauchfackeln gezündet, die von Bengalos unterstützt wurden. Bild Sah klasse aus. Gute Show! Natürlich wurde alles auf den Rasen entsorgt, was in 'normalen' Gefilden schon der zweite Anlass für einen Abbruch gewesen wäre. Hier ordnete der Schiri eine kleine Unterbrechung an, damit der Rasen von dem qualmenden Krempel befreit werden konnte und dann ging es weiter. Obwohl Zeljeznicar Heimrecht genoss und in der Tabelle höher platziert war, rissen die bordeaux-roten Gäste das Geschehen an sich und dominierten die Partie, was nach ersten zarten Fehlversuchen in Minute zwölf mit dem Führungstreffer belohnt wurde. Das ganze direkt vor den eigenen Fans, was kollektives Ausrasten von Mannschaft und Fans zur Folge hatte. Sofort brannten auch wieder Fackeln, die, nachdem sich die Spieler zur Fortsetzung der Partie in die eigene Hälfte zurückgezogen hatten, wiederum auf dem Spielfeld landeten. Zeljo hatte in der Folge Mühe, die Partie ausgeglichen zu gestalten sowohl auf dem Rasen als auch auf den Rängen. In letzterer Hinsicht hatten die Gäste aufgrund des Daches eh den Vorteil auf ihrer Seite. Bild Die Gastgeber bissen sich in die Partie und kamen mit der ersten Gelegenheit nach allerdings guter Kombination nach knapp fünfundzwanzig Minuten zum plötzlichen Ausgleich, was in der eigenen Kurve gebührend gefeiert wurde. Bild Dutzende Fackeln brannten. Auch auf unserer Seite, wo sich die inaktiven Heim-Supporter versammelt hatten. Schlauerweise schmissen diese ihre Bengalos aber in den Away-Sektor. Die Dinger kamen verständlicherweise postwendend zurück und Teile des Gäste-Pöbels versuchten den schmalen provisorischen Pufferblock zu überwinden, um sich für die Gastgeschenke zu bedanken. Die Ordner wurden umgehend von Polizei-Einheiten unterstützt und als der Block keine Ruhe gab, blies die Staatsmacht zur kurzen Offensive. Dieses hatte einige Platzwunden auf Fan-Seite zur Folge. Die Verletzten wurden aber einfach von den Ordnern aus dem Block zu den Sanis geführt. Bild Soweit ich es sehen konnte, gab es keine Festnahmen. Auch etwas, das in Deutschland undenkbar wäre. Die ganzen neunmalklugen Verbands-Funktionäre in unserer phantastischen Republik wären wohl eh längst mit Kammerflimmern im Kreislauf-Taxi gelandet. Der Referee hatte nun aber auch endlich genug gesehen und bat die aktiven Teilnehmer in die Kabinen, um die ganze Nummer mal ein wenig zu beruhigen. Gelang auch. Als es weiter ging, war erst einmal ein wenig Leerlauf angesagt. Bild Bis zur Unterbrechung hatten beide Kurven auch alles gegeben und es schallten ununterbrochen brachiale Gesänge durch die Bude. Dieses Niveau war weder von der 'Horde Zla' noch von den 'Manijaci' zu halten. In der Halbzeit holten alle mal tief Luft und sammelten die Kräfte für den zweiten Abschnitt. Beide Seiten kamen zwar nicht mehr an das anfangs Geleistete heran, aber trotzdem war es weit davon entfernt, langweilig zu werden. Immer wieder brannte es mal hüben oder drüben und die eindrucksvollen Gesänge und Schlachtrufe aus den rauhen, kehligen bosnischen Stimmen schallten durch die Bude. Das Geschehen auf dem Rasen sah nun deutlich ausgeglichener aus und Zeljo konnte sich zwischendurch auch ein Übergewicht erarbeiten, aber die Gäste-Konter blieben brandgefährlich. Einer davon mündete zwanzig Minuten vor dem Ende in der erneuten Führung für die Besucher, der die Entscheidung bringen sollte. Alles anrennen nutzte den Eisenbahnern nichts mehr. Der FK Sarajevo konnte den Sieg im Prestige-Duell für sich verbuchen. Ich hatte eigentlich mit Unmutsäußerungen der 'Manijaci' gerechnet, denn gerade in Südost-Europa gibt es ja nichts schlimmeres als ein Spiel gegen den verhassten Erz-Rivalen zu vergeigen, aber das Gegenteil war der Fall. Die Zeljo-Kurve feierte ihr Team ausgiebig. Ausgiebig gefeiert wurde natürlich auch im Gäste-Bereich. Danach wurden zunächst die Sarajevo-Anhänger aus dem Stadion geschmissen und nach zehn Minuten öffneten sich dann auch die Tore zu den Heimbereichen.

Durch die ganzen Unterbrechungen war es nun mittlerweile kurz nach 16 Uhr. Das bedeutete, dass es nun verdammt knapp mit dem Bus nach Tuzla würde, da ich noch meine Sachen aus dem Hostel holen musste, das nun entgegengesetzt zum Stadion und dem Busbahnhof lag. Ich ließ Thomas zurück ohne mich im Gedränge vernünftig verabschieden zu können, was er aber überlebt haben wird (Nachtrag der Redaktion: Hat er!), und hielt die Augen nach einem Taxi offen. Wenn aber mal eines auftauchte, war dieses bereits belegt und ich war auch bei weitem nicht der einzige, der nach einer Droschke fahndete. Die Straßenbahn war keine Option, weil nämlich einfach keine kam. Also lief ich mal Richtung Hostel los ohne nun im Klaren darüber zu sein, ob Hektik noch Sinn machte oder das Erreichen des Busses unmöglich war. An der nächsten Kreuzung erwischte ich dann ein Taxi. Mittlerweile war es schon nach halb fünf. Bis zum Hostel wollte der Kutscher zehn Mark. Viel zu viel, aber keine Zeit zum Diskutieren - fahr zu! Unterwegs machte ich dem Mann klar, dass er auf mich warten solle, um mich dann schleunigst bis 17 Uhr am Busbahnhof abzuliefern. "No problem" war die Antwort. Na schön, dann zeig mal, was Du drauf hast. Ich sag mal im Slalom-Welt-Cup hätte der Mann gute Chancen. Jede Lücke nutzend schlängelte er sich durch die Straßen mit dem Ergebnis, dass ich tatsächlich einige Minuten vor Abfahrt des Busses an der 'Autobuska Stanica' eintraf. Zwar schlug er nun insgesamt zwanzig Mark für die Fahrt auf, aber er hatte auch einen guten Job gemacht also verhandelte ich den Preis nicht weiter. Mit zwei Dosen Pils und zwei Burek bewaffnet nahm ich Platz und stieg knapp drei Stunden später ohne Pils und Burek in Tuzla wieder aus. Das vorab gebuchte 'Hotel Tehnograd' hatte den Zuschlag bekommen, weil es mit 19,50 Euro die günstigste Übernachtungsmöglichkeit in Tuzla darstellte. Leider ist es weit östlich vom Zentrum und der Busbahnhof westlich, so dass man um ein Taxi nicht herum kommt. Der Kurs von fünf Mark ist aber erträglich. Der mehrstöckige Schuppen liegt am Rande einer Plattenbau-Siedlung. Mehr als eine Cevapi-Bude und ein kleines Restaurant gibt es dort für den Touri-Dödel nicht, aber mehr braucht ich auch nicht. In der Cevapi-Bude gab es selbige und das Restaurant verkaufte mir noch ein paar Gerstensäfte 'to go', dann verzog ich mich in das Hotel. Preis-Leistungs-Verhältnis übrigens top. Saubere Zimmer mit eigenem Bad. Freies Internet ist ja außerhalb von Deutschland eh selbstverständlich.

Mo. 03.11. - Heimreise

Die Heimreise verlief unspektakulär. So enden ja oft meine Berichte. Kann ich dieses mal allerdings so nicht schreiben. Um viertel vor acht stand ich auf, duschte, packte meine Sachen und ging zum Frühstück. Dieses hatte ich mir für horrende 2,50 EUR Aufschlag, dazu gebucht. Es war nicht spektakulär, aber es war alles da, was man brauchte. Danach bat ich die Rezeptions-Eule, mir ein Taxi zu rufen. Die Aufgabe war aber wohl eine zu große Herausforderung, denn als ich Minuten später mit meinen Brocken wieder antanzte, war ihr das noch nicht gelungen. Also verließ ich den Laden und hielt eine der im Minutentakt vorbeifahrenden Taxen an. Als ich meinen Zielwunsch mit dem Wort "Airport" äußerte, erntete ich nur einen fragenden Blick. Nanu, wurde der Flughafen in den letzten 48 Stunden abgebaut? Mit ein bisschen Gestik verstand de Mann dann aber wo ich hinwollte und wir schlichen los. Da ich mehr getrödelt hatte, als ich wollte, musste ich ein wenig zur Eile drängen. Verstand er dann auch und legte zwei Schüppen drauf. Wir mussten das Zentrum passieren und als während ich das Hotel bei schönstem Sonnenschein verlassen hatte, herrschte dort dichter Nebel. Um den Flughafen zu erreichen. muss man einen Bergrücken passieren und als wir das geschafft hatten, ließen wir auch den Nebel hinter uns. Unten in der Senke angekommen war aber wieder alles dicht und mich beschlich schon eine böse Ahnung. Eine knappe halbe Stunde vor dem Abflug kam ich um zwanzig nach neun an und als ich die Ausweis-Kontrolle passierte, wurde etwas auf bosnisch durchgesagt, dass ich nicht verstand. Ich konnte aber denken, worum es ging und die Nachfrage bei einem der vielen des Deutschen mächtigen potentiellen Fluggästen, brachte Gewissheit. Bingo! Der Flieger konnte wegen des dichten Nebels nicht landen. Man ließ ihn noch ein wenig kreisen, dann wurde er nach Belgrad umgeleitet. Eine klare Prognose war nicht möglich aber man hoffte, dass die Maschine in vier(!) Stunden den Weg nach Tuzla auf sich nehmen könne. Schöner Scheiß, aber ich bemühe mich immer, mich nicht über Dinge zu ärgern, die ich nicht ändern kann. Das mein Europa-Spezial mit Zugbindung damit hinfällig wurde, war auch klar. Drohten also noch ordentliche Kosten für den zweiten Teil der Heimfahrt. Die Wartezeit überbrückte ich mich Unterhaltung mit meinem neuen bosnischen, seit fast zwanzig Jahren in der Schweiz lebenden und arbeitenden Freund. Wizz spendierte sogar einige Getränke. Okay, waren sie wohl zu verpflichtet, aber ich behaupte mal, dass sich der Ire von der Konkurrenz darum auch noch gedrückt hätte. Um 13:15 Uhr landete dann unsere Maschine und es folgte das schnellste Boarding, dass ich je erlebt hatte. Die Bordkarten waren bereits vorher gecheckt worden und so wurde einfach die großen Türen zum Rollfeld aufgemacht und alle gingen mehr oder wenig gleichzeitig raus. In Windeseile wurde alle in den Flieger getrieben und noch vor halb zwei hieß es "Ready for take off!". Um 15:20 Uhr stand ich auf der französischen Seite des Baseler Flughafens und nun war die Frage, welches die beste Synergie aus Zeit und Kosten darstellte, um nach Hause zu kommen. Die Korrespondenz aus Tuzla mit der Heimat hatte leider nicht die gewünschte Mitfahrgelegenheit ergeben, da der einzige Anbieter, der im zeitlichen Rahmen lag, seine Schaukel schon voll hatte (und trotzdem das Angebot noch online hatte, der Penner!). Ich entschied mich mit dem Bus nach Freiburg zu fahren. Die Idee war, dass Busfahren ja relativ günstig ist und der Zug von Freiburg schon deutlich günstiger sein müsste, als eben von Basel. Pustekuchen. Dieser Drecksbus kostet sechsundzwanzig(!) Euro. Was soll es - am Ende kommt es bei dem ganzen Mist auf drei Münzen mehr oder weniger auch nicht an. Um 16:50 Uhr kam ich in Freiburg an. Der Busbahnhof ist direkt hinter Gleis 1. Sehr gut - denn von dort fuhr um 16:56 Uhr der ICE bis Mannheim. Sechs Minuten reichten exakt um am Automaten das Ticket zu ziehen, die Verbindung zu drucken und ein Brötchen im 'Backwerk' zu kaufen. Das Ticket zum Normaltarif von Freiburg bis Essen kostet übrigens auf den Cent entspannte einhundert europäische Geldeinheiten. Schönen Schrank auch! In Mannheim hatte ich eine gute Viertelstunde Zeit um mir drei Flaschen 'Eichbaum' im Kiosk gegenüber vom Bahnhof zu kaufen. Um kurz nach zehn Uhr am Abend liefen wir mit den üblichen paar Minuten Verspätung in der Heimatstadt des glorreichen deutschen Meisters aus dem Jahre 1955 ein. Meine Herzdame hatte sich freundlicherweise bereit erklärt mich am Bahnhof einzusammeln. Rückfahrt einmal anders.

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(Manni Breuckmann)