G R O U N D F E V E R
  Symptome
 

Groundfever wird verursacht durch einen heimtückischen Virus. Hat sich dieser erst einmal im Körper des Fußballbegeisterten eingenistet, ist er kaum zu vertreiben. Der Infizierte wird süchtig danach, durch die Fußballwelt zu reisen und Stadien in aller Herren Länder zu besuchen. Mit der Zeit verschwimmen Grenzen und Entfernungen und auch der letzte Fußballground im hintersten Winkel der Erde scheint problemlos erreichbar.

Eine Infektion mit Groundfever verursacht in kürzester Zeit den Ausbruch von Groundhopping. ‚Ground’ ist eine der englischsprachigen Bezeichnungen für Stadion. ‚Hopping’ bedeutet hüpfen. Von Stadion zu Stadion hüpfen. Damit ist nicht gemeint, allein den Weg des Clubs seines Herzens zu verfolgen. Das Groundhopping fängt dann an, wenn man Spiele besucht, an denen der ‚eigene’ Verein nicht beteiligt ist. Groundhopping ist die sprichwörtliche Sucht nach Stadien, die Bereitschaft einiges an Strapazen auf sich zu nehmen, um Spiele und Spielstätten zu besuchen, die man unbedingt mal gesehen, gefühlt, gerochen haben will. Das fängt damit an, dass man Spiele der ‚local teams‘ in der Nachbarschaft und die der nächsten erreichbaren Auslandsvereine hinter der nahen Landesgrenze besucht. Wenn es dann Zeit und Geld zulassen, unternimmt man ausgedehntere Touren, denen grundsätzlich keine Grenzen gesetzt sind. Und wenn alles passt, hat man auch noch ausreichend Zeit, um sich mit den besuchten Orten und Ländern vertraut zu machen. Freitags ein lockerer Auftakt mit einem Zweitligaspiel in Südfrankreich. Samstagabend ‚Primera Division’, die spanische erste Liga, in La Coruna und am Sonntag der Höhepunkt, das Tourziel, das portugiesische Prestige-Duell zwischen dem FC Porto und Benfica Lissabon. Der frühe Rückflug am nächsten Morgen ermöglicht dann noch den Besuch des Montagsspiels der deutschen zweiten Liga. Natürlich läuft der Körper längst auf Reserve, denn man hat die erste Nacht im Zug nach Galicien und die dritte am Flughafen verbracht. Und nur aufgrund der relativ kurzen Strecke von La Coruna nach Porto hatte man die Gelegenheit im Achtbett-Zimmer eines schmierigen galicischen Hostels ein paar Stunden halbwegs erholsamen Schlaf zu bekommen. Wenn man dann am späten Montagabend die Wohnungstür aufschließt und sich trotz aller Anstrengungen bereichert und begeistert vom Erlebten fühlt, dann hat einen der Virus voll erwischt!
 
 
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"Stell Dir vor, Du bist RWE-Fan. Da kannst Du jeden Tag nur noch saufen."
(Manni Breuckmann)


 
 
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